Allergologie und Immunologie

Die Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist spezialisiert auf die Diagnose, Behandlung und Therapie von Allergien. Über die Ambulanzen der Klinik werden eine Vielzahl von Spezialsprechstunden zu Allergien und Allergieverwanten Gebieten angeboten.

Sie befinden sich hier:

Allergologie und Immunologie

Die Allergologie und Immunologie der Hautklinik bietet unter der Leitung von Frau Prof. Dr. med. Margitta Worm zahlreiche Spezialsprechstunden rund um das Thema an.

Sprechstunden der Hochschulambulanz

Über die Hochschulambulanz der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie werden unter der Leitung von Frau Prof. Dr. med. Margitta Worm folgende Sprechstunden am Campus Charité Mitte angeboten.

Autoimmun-Sprechstunde

Leitung

Prof. Dr. med. Margitta Worm
PD Dr. med. Guido Heine

Schwerpunkte

  • Diagnostik und Therapie von Patienten mit Autoimmunerkrankungen der Haut
  • Kollagenosen und blasenbildenden Autoimmunerkrankungen
  • Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen
  • Klinische Studien mit neuen Behandlungsformen

Ekzem Sprechstunde

Leitung

Prof. Dr. med. Margitta Worm
PD Dr. med. Guido Heine

Schwerpunkte

  • spezielle ausführliche dermatologisch-allergologische Diagnostik (diverse Haut- und Bluttestungen, bakteriologische und mykologische Untersuchungen)
  • Aufklärung und Schulungsmaßnahmen zum Hautschutz und zur Hautpflege
  • individuell abgestimmte Therapie von Ekzemerkrankungen
  • klinische Forschung und Angebot von klinischen Studien mit neuen Behandlungsformen

Spezialsprechstunden

Die Terminvergabe für die allergologischen und immunologischen Spezialsprechstunden der Klinik erfolgen über eine gesonderte Terminvergabe.

Anaphylaxie- und Insektengift

Leitung

Prof. Dr. med. Margitta Worm

Schwerpunkte:

  • Patienten, bei denen schwere allergische Reaktionen (respiratorischen und/oder Kardiovaskuläre Symptome) aufgetreten sind.
  • Spezialisierte Diagnostik und Therapie
  • Klinische Forschung und Teilnahme am Anaphylaxie-register

Allergische Reaktionen auf Insektengift sind nicht selten und betreffen bis zu 20 % der Bevölkerung. Bei 3 bis 5 % der Betroffenen können schwere allergische Reaktionen auftreten, die sogar lebensbedrohlich sein können. Um die Versorgung für Patienten mit schweren allergischen Reaktionen zu verbessern und die spezielle Diagnostik sowie intensive Beratung auch in Form von Schulungen zu ermöglichen, bieten wir die Spezialsprechstunde für Patienten mit Anaphylaxie und Insektengift an.

Leitung

Prof. Dr. med. Markus Magerl

Schwerpunkte

  • ausführliche Beratung und Aufklärung
  • umfassende und systematische Abklärung von Auslösern und Ursachen:
    - C1-INH Konzentration und Funktion, C1q, C3, C4
    - Blut-, Stuhl-, Urin- und Atemlufttests
    - Focussuche mit bildgebenden Verfahren
    - Hautprovokationstestungen (Druck-, Kälte-, Wärme-, Licht- und Anstrengungstestung)
    - Allergologische Testungen (Haut- und Bluttests)
  • psychologische Mitbetreuung
  • Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe HAE 
  • Therapieoptimierung
  • Teilnahme an Studien zu neuen Therapieverfahren

Ziel dieser Spezialsprechstunde ist eine optimale Diagnostik und Behandlung sowie die kompetente Aufklärung und Beratung von betroffenen Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen.

    Atopische Dermatitis

    Leitung

    Prof. Dr. med. Margitta Worm

    Schwerpunkte

    • speziell auf das Krankheitsbild der atopischen Dermatitis abgestimmte dermatologisch-allergologische Diagnostik (Haut- und Bluttestungen sowie die Messung der Hauteigenschaften
    • Neurodermitis Schulungen
    • Beratung für Berufsanfänger mit Neurodermitis 
    • Möglichkeit der vollstationären oder tagesstationären Behandlung in schweren Fällen
    • Möglichkeit der Teilnahme an klinischen Studien

    Bei der atopischen Dermatitis handelt es sich um eine häufige Ekzemerkrankung mit einem chronisch rezidivierendem Verlauf und starkem Juckreiz. Typisch sind im Erwachsenenalter eine beugebetonte Ekzemneigung sowie eine positive Familienanamnese für Erkrankungen aus den atopischen Formenkreis.
    Derzeit sind in Deutschland etwa 2-3 % der Erwachsenen und 7 % der Kinder betroffen.

    Autoinflammatorische Syndrome

    Leitung

    PD Dr. med. Karoline Krause

    Schwerpunkte

    • ausführliche Beratung und Aufklärung
    • individuelle umfassende und systematische Diagnostik: (Laboruntersuchungen, Hautbiopsien, Provokationstestungen, Genmutationsanalysen)
    • enge interdisziplinäre Betreuung in Kooperation mit anderen Fachabteilungen (z. B. Kinderklinik, Rheumatologie, Neurologie, Ophthalmologie im Rahmen des Autoinflammation Reference Centers Charité)
    • Therapieeinleitung, -optimierung und -begleitung
    • Möglichkeit der Teilnahme an Studien zu neuen Therapieverfahren

    Autoinflammatorische Syndrome sind seltene chronisch-entzündliche Erkrankungen, die u.a. durch wiederkehrende Hautausschläge, Fieberschübe, Gelenk-, Kopf- und Gliederschmerzen gekennzeichnet sind. Da es sich in der Regel um seltene Erkrankungen handelt, gehen diese häufig mit einer verzögerten Diagnosestellung einher und werden erst nach Ausschluss anderer entzündlicher Erkrankungen wie Infekte, Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Immundefekte in Betracht gezogen.

    Die Mehrzahl autoinflammatorischer Erkrankungen ist vererbbar. Erste Beschwerden zeigen sich in diesen Fällen bereits ab Geburt oder in den ersten Lebensjahren (z.B. Cryopyrin-assoziiertes periodisches Syndrom, Tumornekrosefaktor-Rezeptor-assoziiertes periodisches Syndrom, familiäres Mittelmeerfieber). Es gibt aber auch autoinflammatorische Erkrankungen, die erst im späteren Lebensalter erworben werden (z.B. Schnitzler-Syndrom, Morbus Still). Zu den häufigsten Symptomen betroffener Patienten mit o.g. Erkrankungen zählen kontinuierliche oder wiederkehrende Hautausschläge, die meist wie Quaddeln (Urtikaria) aussehen, aber nicht auf eine Standardtherapie mit Antihistaminika ansprechen.

    Ziel dieser Spezialsprechstunde ist es, eine frühzeitige Diagnostik zu ermöglichen und die medizinische Betreuung der Patienten zu verbessern. Um eine optimale Versorgung zu ermöglichen, werden neueste diagnostische Verfahren eingesetzt. Außerdem bieten wir umfassende Informationen und Aufklärung sowie individuelle Behandlungen.

      Berufsdermatologie

      Leitung

      Prof. Dr. med. Margitta Worm

      Schwerpunkte

      • Beratung, Hinweise und Richtlinien zu Hautschutz- und Hautpflegemaßnahmen
      • individuell abgestimmte Therapie von berufsbedingten Erkrankungen der Haut (u.a. Bluttests, umfangreiche Hauttestungen und hautphysiologische Untersuchungen)
      • Beratung für Berufsanfänger und -anfängern
      • Zusammenarbeit mit Berufsgenossenschaften (Primär-, Sekundär-, Tertiärprävention)

      Berufsbedingte Erkrankungen der Haut stehen unverändert an der Spitze der gemeldeten Erkrankungen. Ziel dieser Sprechstunde ist es, die Betroffenen auf allen Ebenen der medizinischen Versorgung zu beraten und zu betreuen. Hierzu gehören Maßnahmen der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention, die dermatologische Fachkompetenz erfordern. Schwerpunkt ist die Beratung von Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern, aber auch individuell abgestimmte Therapie von berufsbedingten Erkrankungen der Haut.

      Mastozytose-Sprechstunde

      Leitung

      PD Dr. med. Frank Siebenhaar

      Schwerpunkte

      •  Ausführliche Beratung und Aufklärung
      • Umfassende und systematische Abklärung und Diagnostik:
        - Tryptase-Konzentration
        - Untersuchung von Hautproben
        - Hautfunktionstests
        - Bildgebende Verfahren
        - Untersuchung von Knochenmark
        - Immunophänotypisierung
        - Kit-Mutationsanalysen
      • Psychologische Mitbetreuung
      • Therapieoptimierung
      • Teilnahme an Studien zu neuen Therapieverfahren

      Die Mastozytose ist eine seltene Erkrankung, die durch eine fehlerhafte Vermehrung von Mastzellen in der Haut und/oder in anderen Organen gekennzeichnet ist. Mastzellen gehören zu den Zellen des Immunsystems und sind bei allen Menschen in der Haut anzutreffen.

      Mastzellen bilden viele entzündungsfördernde Stoffe, z. B. Tryptase und den "Allergiestoff" Histamin. Durch deren Ausschüttung kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen, u.a. zu Quaddeln, Juckreiz und Rötungen an der Haut. Warum es bei Mastozytose-Patienten zu einer Mastzellvermehrung kommt, ist bislang nicht in allen Einzelheiten bekannt.

       

        Pruritus-Sprechstunde

        Leitung

        Prof. Dr. med. Martin Metz

        Schwerpunkte

        • Behandlung von Juckreiz bei Hauterkrankungen
        • Behandlung von Juckreiz bei internistischen Erkrankungen
        • Behandlung von Juckreiz im Alter
        • speziell auf chronischen Juckreiz abgestimmte Diagnostik
        • Therapie des chronischen Pruritus
        • Möglichkeit der vollstationären oder tagesstationären Behandlung in schweren Fällen 
        • Möglichkeit der Teilnahme an klinischen Studien zu neuen innovativen Bahandlungsmöglichkeiten

        Seit einigen Jahren wächst die Bedeutung der Juckreizbehandlung älterer Menschen für die medizinische Versorgung. Ziel dieser Spezialsprechstunde ist eine optimale Diagnostik und Behandlung sowie die kompetente Aufklärung und Beratung von betroffenen Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen.

        Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

        Leitung

        Prof. Dr. med. Margitta Worm
        Frau Josefine Grünhagen (Diätassistentin)

        Schwerpunkte

          • Umfassende Diagnostik und Therapie bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit
          • Diagnostische Diäten
          • Stationäre und ambulante Nahrungsmittelprovokationen
          • Ernährungsberatung
          • Nährstoffkontrolle bei Einhaltung von therapeutischen Diäten

          Ziel dieser Sprechstunde mit Ernährungsschwerpunkt ist eine optimale Diagnostik und Behandlung sowie die kompetente Aufklärung und Beratung von betroffenen Patienten.

          Urtikaria Sprechstunde

          Leitung

          Prof. Dr. med. Markus Magerl

          Schwerpunkte

          • umfassende und systematische Abklärung von Auslösern und Ursachen
          • Blut-, Stuhl-, Urin- und Atemlufttests
          • Focussuche mit bildgebenden Verfahren
          • Diätberatung
          • Nahrungsmittelprovokationen
          • Testung auf Histaminintoleranz
          • psychologische Betreuung
          • Hautfunktionstests (Druck-, Kälte-, Wärme-, Licht-, Anstrengungstests)
          • allergologische Testungen (Haut- und Bluttests)
          • Teilnahme an Studien zu neuen Therapieverfahren
          • Histamingewöhnungsbehandlung, Eigenblut- und Mikrobiologikabehandlung
          • "Nesselsuchttrainer"
          • ausführliche Beratung und Aufklärung 
          • Unterstützung des urticaria network e.V. (UNEV)

          Diese Sprechstunde betreut Patientinnen und Patienten mit Urtikaria (Nesselsucht). In Deutschland leiden mehr als eine Millionen Menschen an einer Urtikariaerkrankung. Zu den Hauptproblemen der Betroffenen zählen wiederkehrende Quaddeln und Juckreiz sowie schmerzhafte Schwellungen der Haut. Diesen Beschwerden können eine große Vielzahl an Ursachen und Auslösern zu Grunde liegen. Ziel ist es, die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Urtikaria zu verbessern. Zu einer optimalen Versorgung gehört aus eine umfassende Information und Aufklärung.

            Forschung

            Am Allergie-Centrum-Charité an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie werden regelmäßig klinische Studien zu neuen Therapie Verfahren durchgeführt. Bei Interesse sprechen Sie jederzeit gerne den behandelnden Arzt / Ihre behandelnde Ärztin an.